Racebericht

Winterberg (GER) GDC #1

Am Freitagmorgen, pünktlich zum Trackwalk erwartete uns noch eine kleine, aber besondere Überraschung. Die Downhill-Legende Fabien Barel traf ein. Unseren kleinen war Fabien bereits von den Pure Cycling Day´s in Koblenz bekannt, für Simon und Felix war es jedoch eine riesen Überraschung.
Fabien ist ein unglaublich netter und hilfsbereiter Mensch und es war für Ihn selbstverständlich mit dem Nachwuchs gemeinsam den Trackwalk zu absolvieren und dabei mit Rat und Tat zu unterstützen.
Ebenfalls mit dabei war Martin Donat von Mtb Rider um ein kleines Video zu drehen.
Schaut euch das Video mal in Ruhe an! Die Ansätze und Infos die Fabien uns beim Trackwalk mit auf den Weg gab, waren wirklich hilfreich.

An vielen Streckensektionen wurde uns bewusst, wie fehlerhaft unsere Ansätze waren und wie präzise Fabien jede Sektion für sich erarbeitet. Während der Hälfte der Trackwalks blieb Fabien kurz stehen und fragte, ob jemand den bisherigen Walk wiedergeben könne. Nach den kurzen Versuchen unserer Jungs übernahm Fabien die Rekonstruktion der Strecke. Dabei saß wirklich jedes Detail, ausnahmslos!

Danach ging es in den Lift, hoch zu unserem neuen Teampit in mitten von SRAM und Canyon, unsere Bikes präparieren, und ab auf die Strecke zum ersten Training. Die Strecke versprach großen Spaß und Fabien ließ es sich nicht nehmen gemeinsam mit Simon und Felix zu trainieren.
Wichtig war Fabien vor allem den Flow dieser Strecke zu finden und mit möglichst wenig Energie und trotzdem pedalierend zu fahren.
Das gemeinsame Training am Freitag war wirklich unfassbar lehrreich für alle Beteiligten, dabei von Fabien, dem „Altmeister“ persönlich solch ein Training genießen zu dürfen, war für alle ein Highlight.
Samstag verlief ähnlich wie das Freitagstraining, Fabien stand pünktlich bei uns vorm Pit um die Jungs zum Trainieren abzuholen.
Die Strecke verändert sich nun quasi stündlich, was bei knapp 600 Startern kein Wunder darstellt.
Dies zwang die Jungs einige Linien neu zu wählen oder zu optimieren. Ein letzter Run im Elitetraining und danach hieß es erst einmal warten. Vier Stunden Zeit verblieben bis zum Qualilauf, daher galt es erstmal zu relaxen, etwas zu essen und sich ca. 30 Minuten vor Start langsam aufwärmen.

Die Anspannung stieg merklich, vor allem bei Simon. Er ist oft zu fokussiert, was seine Anspannung stark ansteigen lässt.
Felix startete vor Simon und so gingen wir am Start gemeinsam noch einmal einige mentale Punkte durch, bevor es dann hieß Vollgas zu geben und alles abzurufen. Leider hatte Felix im Qualilauf Pech, daher war es an diesem Wochenende hilfreich, dass ich vom Streckenrand agieren konnte. Dadurch konnte Ich die Jungs intensiver beobachten um kleine Fehler besser zu erkennen.
Die Uhr für Felix blieb bei 1:55 min. stehen, das war leider nicht das erhoffte Ergebnis. Nun kam Simon an den Start, er wollte Fabiens Tipps bis ins kleinste Detail umsetzen, kam aber nicht ganz in seinen gewünschten Rhythmus und so stoppte die Uhr bei 1:49 min, welches Rang vier entsprach und nach der Quali eine solide Ausgangsposition bedeutete.
Am Teampit angekommen, nahmen wir uns die notwendige Zeit um die Quali Revue passieren zu lassen. Gemeinsam fanden wir einige Ansätze die am Sonntag berücksichtigt werden sollten. Die Wetterprognose für den Rennsonntag stimmten alle Zusehens nervös.
Die Prognose verlautete Regen ab 14:00 Uhr. Bis dato war das Wetter fantastisch, und alle hofften auf Trockenes Wetter zum Morgigen Rennen. Alle erinnerten sich gut an vergangenes Jahr, wo wir teilweise gezwungen waren im Schnee zu starten.
Wir hatten jedoch Glück, denn drei Tropfen konnte man in der Tat nicht Regen nennen und so konnte wir das gesamte Wochenende bei bestem Wetter beendet.

Nun war es an der Zeit den Rennlauf in Angriff zu nehmen. Wieder sollte Felix vor Simon starten, viele kleine Details konnten wir während des Trainings besprechen und abstellen. Mit kleinen Schritten motivierten wir Felix vor seinem Start. „Pushen, viel mehr pushen“ waren meine letzten Instruktionen an Felix, bevor er die Startrampe verließ, und mit Vollgas in die erste Kurve fuhr. Alle drückten die Daumen, dass Felix einen guten Lauf ins Ziel bringen würde.
Letztendlich stoppte die Uhr bei 1:52 min, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Quali für Felix bedeutete.
Die Zeit entspricht zwar nicht ganz Felix Ambitionen, wir sind uns aber dennoch sicher auf dem richtigen Weg zu sein.
Nun startete auch Simon und war dabei deutlich lockerer am Start, als im vorangegangenen Qualirennen.
Das war ein Punkt mit besonderer Bedeutung in unseren Rennvorbereitungen. Wir waren wirklich erleichtert das Simon unsere Tipps schnell umsetzten konnte.
„Dreimal tief Luft holen und dann die Strecke runterbrennen“ war mein letzter Ratschlag an Simon.
Das tat Simon auch, und holte alles aus sich heraus.
Die Zeit blieb bei 1:47 min stehen.
Eine wirklich grandiose Zeit, ein fantastischer Rennlauf, was für Simon einen verdienten zweiten Platz in der U19 bedeutet.

Lediglich Max Hartenstern war an diesem Tag schneller. Bei Simons drittem Rennen bereits das zweite Mal eine Podiumsplatzierung zu erreichen ist bemerkenswert, und eine riesen Motivation für seinen bevorstehenden ersten WC in Fort William.

Das kommende Wochenende wir für das gesamte Team etwas ganz Besonderes. Lange haben wir gemeinsam auf diese Möglichkeit hingearbeitet.

Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner MTB-News aus Fort William zu berichten.

Einige Ideen haben wir bereits, Euer Feedback ist dennoch gefragt und herzlich willkommen.

Bis bald Eure SRAM Young Guns

Rennüberblick

Name Startnr. Klasse Run # Punkte Zeit
Felix Krüger 137 Pro Junior U19 male Seeding13001:53.899
Felix Krüger 137 Pro Junior U19 male Final11001:52.227
Simon Maurer 134 Pro Junior U19 male Seeding4001:49.206
Simon Maurer 134 Pro Junior U19 male Final2001:47.939

Bilder vom Renntag